Sonntag, 1. Januar 2012

Tutorial Handapplizieren

Hier seht ihr, wie ich die Appli-Teile auf den Stoff bringe. Zu Beginn habe ich mir sehr viele Videos und Anleitungen zum Handapplizieren angesehen und mir von verschiedenen Anleitungen jeweils das ausgesucht, was mir am Sinnvollsten erschien und was sich dann im Praxistest bewährt hat.

Ich arbeite mit Freezer-Papier-Schablonen. Freezer-Papier ist so durchsichtig, dass man Vorlagen gut durchsehen kann.
Freezer-Papier hat eine beschichtete Seite (glänzend) und eine matte, unbeschichtete Seite. Eigentlich wird auf der matten Seite aufgezeichnet. Da die Vorlage seitenverkehrt zugeschnitten werden muss, ist es manchmal notwendig, auf der beschichteten Seite aufzuzeichnen. Das geht mit einem weichen Bleistift recht gut.



Die Schablone wird nun ausgeschnitten und mit der glänzenden Seite auf dem Stoff aufgebügelt (ohne Dampf, Einstellung Baumwolle).

Die Applikation wird mit einer knappen Nahtzugabe ausgeschnitten. Bei mir ist es etwa ein halber cm. Je breiter die Nahtzugabe, desto schwerer lässt sich der Stoff in Rundungen händeln. Eine große Rolle spielt auch die Stoffdicke. Je dünner und dichter gewebt der Stoff, desto einfacher die Handhabung beim Applizieren. An den Innenrundungen muss der Stoff bis zur Schablone hin eingeschnitten werden, sonst bekommt man die Nahtzugabe nicht nach innen gelegt. Die Außenrundungen schneide ich nicht ein. Der Stoff würde sich auch außen besser umlegen, wenn man einschneidet. Aber die Gefahr, dass es ausfranst, ist mir zu groß.
Für den nächsten Schritt habe ich verschiedene Varianten gefunden: z.B. die Nahtzugabe mit Stärke einpinseln und trockenbügeln. Dadurch bleibt sie stabiler an ihrem Platz. Oder die Nahtzugabe wird (z.B. mit Prittstift) auf dem Freezer-Papier festgeklebt. Die Schablone wird nach dem Applizieren durch einen Schnitt in die Rückseite des Stoffes herausgenommen.
Ich bügle die Nahtzugabe nur um, damit ich später beim Applizieren eine Orientierung habe.
Anschließend entferne ich das Freezer-Papier. Braucht man mehrere gleiche Teile kann das Freezer-Papier mehrfach (ich habe es bis zu 8 x verwandt) aufgebügelt werden. Außerdem kann man aus einer großen eine kleinere Schablone ausschneiden und so das Papier mehrfach verwenden.
Es gibt viele Möglichkeiten, die richtige Position der Appli-Teile auf dem Stoff zu finden, z.B. die Vorlage auf ein durchsichtiges Material (Windelvlies oder Butterbrotpapier) zu zeichnen und die Appli-Teile zwischen Stoff und Vorlage legen und an der korrekten Stelle positionieren.

Ich zeichne die Vorlage mit wasserlöslichem Stift auf dem Stoff auf. Es genügt selbstverständlich, die Position der Applikationen mit ein paar Punkten zu markieren.

Die Applikation nun auf dem Stoff plazieren und mit ein paar Stecknadeln fixieren.
Jetzt kann mit dem eigentlichen Applizieren begonnen werden. Ich appliziere mit sichtbaren Saumstichen.
Ich beginne an der Stelle, an der die Applikation sehr genau positioniert sein muss. An den anderen Stellen bin ich großzügig. Mir ist es wichtig, dass sich der Stoff nicht verzieht und wenn es um ein paar Millimeter nicht mit der Vorzeichnung überein stimmt, macht es nichts aus.
Ich appliziere mit "normalem", farblich passendem Nähgarn mit einem Saumstich. Nach vielen Versuchen hat sich als meine Lieblingsnähnadel die 11er Applikationsnadel von Roxanne herauskristallisiert.

So sieht es fertig aus. Ich ziehe die Applikation durch kaltes Wasser, um die Vorzeichnung zu entfernen. Dann Trocknen und in noch feuchtem Zustand bügeln.
PS.: Tanja von den QF hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass das Trockenbügeln des nassen Teils dazu führen kann, dass man den Stift wieder sieht - also bitte vorher ausprobieren!
Noch Fragen: dann gerne eine Email an UllaSHandmade(at)gogglemail.com

Ein wunderbares neues Jahr


wünsche ich Euch allen!


Das alte Jahr ist gegangen und hat seine Spuren hinterlassen. Das neue beginnt - wenigsten was das Wetter angeht - wie das alte zu Ende ging. Als Abschiedsgruß die letzte Blüte des Jahres 2011! Und zur Einstimmung ins Jahr 2012 die Knospen und Blütenansätze an Weidenkätzchen, Flieder und co.
(Fotos von heute, 12 Uhr)

Samstag, 31. Dezember 2011

Daisy Chain

Der letzte Post im alten Jahr und das (vor)letzte Weihnachtsgeschenk, das entstanden ist. Der Quilt heißt Daisy Chain und mit dem Namen passt er so richtig in das Wetter. Es blühen tatsächlich Gänseblümchen - um diese Jahreszeit! Als Kontrast und um die Hoffnung auf einen Winter nicht ganz aufzugeben, habe ich ihn mit einer kuscheligen Fleece-Rückseite versehen.
Es war eine Herausforderung, ihn zu quilten. Er ist 2,40 x 2 m groß. Aber meine Janome Horizon hat die Herausforderung angenommen und gute Arbeit geleistet!

Dienstag, 27. Dezember 2011

London-Tasche


So langsam werden meine Weihnachtsgeschenke fertig o:). Scherz beiseite: die Tasche stand schon Heilig Abend unter dem Weihnachtsbaum! Wieder mit Decovil verstärkt, diesmal die Nahtzugabe ohne Verstärkung gelassen und schon ging es besser. Als Eyecatcher der Verschluss.
Innen unterteilt: einmal passt der Ordner rein, ins andere Fach der Rest.

Montag, 26. Dezember 2011

Heilig-Abend-Produktion


Am Heilig Abend fand meine Tochter die lange gewünschte Sporttasche unter dem Weihnachtsbaum - ich habe sie schon gezeigt. Sie musste gleich in Betrieb genommen werden und die Sportsachen wanderten in die neue Tasche. Bei den Sportsachen war auch der i-pod. Ohne Musik geht Sport nicht! Aber die i-pod-Tasche passt so gar nicht zur Sporttasche.
Also haben wir uns "abgeseilt" und ein neues Zuhause für den i-pod genäht. Und dann haben wir festgestellt, dass das Smartphone in einer sooooo langweiligen Hülle steckt - da musste auch was Neues her! Design von Tochterkind, Schnitt und Ausführung von UllaSHandmade.

Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachtsgrüße

Der Weihnachtsbaum leuchtet


 und beim Adventskalender sind wieder alle 24 Türchen offen.


Ich wünsche Euch ein besinnliches und fröhliches Weihnachtsfest!

Montag, 19. Dezember 2011

Sporttasche


Nun ist sie fertig - die Sporttasche nach einer Anleitung aus der "Bag Making Bible" von Lisa Lam. Ich habe das erste Mal mit Decovil verstärkt und was soll ich sagen: wahrscheinlich so ziemlich alles gemacht, was man mit diesem Material nicht machen sollte.

Gemäß einleuchtender Anleitung von Lisa Lam wurde erst das Decovil aufgebügelt und dann die Teile zugeschnitten. Das erspart einen Arbeitsgang. Aber nur theoretisch. Da das Decovil auch auf der Nahtzugabe lag habe ich es nach dem Nähen dort wieder abgepuhlt - es war einfach zu steif! Dann habe ich Decovil auch für das Reißverschlussteil verwandt. Beim Einnähen des Futters hat mich das drei Nähnadeln (zwei abgebrochen und eine verbogen) sowie etliche Stiche in den Finger samt vom Stoff wieder zu entfernende Blutflecke gekostet! Das Wenden der Tasche war auch nicht ohne, obwohl sie so groß ist und eine tolle Öffnung hat. Die Tasche hat mich mehr geärgert als die LKW-Planentasche! Ansich ist Decovil eine tolle Alternative zu Schabrakenvlies. Durch seine lederähnliche Struktur knittert es nicht. Und die Tasche hat trotz ihrer Größe ordentlich Stand.

Die Tasche ist 25 cm breit, 50 cm lang und 30 cm hoch.










Der lustige Geselle bewacht die Tasche, bis sie an die neue Besitzerin übergeben wird - kennt ihn jemand ????

Dienstag, 6. Dezember 2011

Advent am Arbeitsplatz

Die meiste Zeit der Woche verbringe ich an meinem Arbeitsplatz. Deshalb muss ich mich hier wohlfühlen. Und dazu gehört, etwas Weihnachtsstimmung zu zaubern.







So sieht es auf unserer Etage aus. Den Adventskalender habe ich aus einen Stoffpanell genäht. Der Blitz verdirbt etwas die Stimmung - wie immer: ich bin nicht der geborene Fotograf.



Und noch ein Blick aus meinem Bürofenster. Die Fensterbilder begleitet mich nun schon seit mehr als 10 Jahren durch die Adventszeit und sie gefallen mir immer noch.

Weihnachtswichtel

Gestern wurden - nach zwei Wochen warten - die Wichtelpäckchen der QF-Wichtelaktion geöffnet. Ich habe mir eingebildet, ich könnte neben Schoki essen, lesen und schreiben auch noch an meinem Daisy Chain weiterarbeiten. Und da ist es prompt passiert: Schoki-Reste auf dem Bügelbrett mit Transfer der Schoki durch das Bügeleisen auf den Quilt-Block!!!! Braun auf grün gefällt mir eigentlich. In dem speziellen Fall habe ich aber mit Spülmittel und Wasser doch versucht, die ursprüngliche Farbe wieder herzustellen. Dann waren auch noch die Akkus der Kamera alle - GsD erst, nachdem das Foto von meinem Geschenk geschossen war. Ihr seht: es war ein lustiger, abwechslungsreicher Abend.



Es hat sich aber gelohnt! Wunderschöne Sachen waren in meinem Päckchen. Und das Smartphone ist noch vor dem Fototermin in seine Hülle geschlüpft.

Mittwoch, 23. November 2011

Quillow



Heute ist er fertig geworden: mein erster Quillow. Ihr seht oben den Quilt und unten, wie er im Kissen versteckt aussieht.
Das Zusammennähen der Rauten war nicht ohne. Es sind Rauten, auch wenn es auf dem Bild aussieht wie Quadrate. Besonders beim Zusammennähen der Reihen war ich froh, dass es einen Nahttrenner gibt.
Ich hoffe, die kleine Dame freut sich und nutzt ihn gerne.
Der Quilt ist ca. 1,20 x 1,40 m groß, die Anleitung von Il-Coccolino.
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